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Carolus gibt Empfänger des Ehrenbechers 2017 bekannt

Der 34. CAROLUS-Ehrenbecher geht an Thomas Röttcher

Laut Satzung der Gesellschaft CAROLUS ist es eines der wichtigsten Vereinsziele, neue und alte Bürger der Stadt einander näher zu bringen.

Daher wird seit 1984 jährlich eine Persönlichkeit geehrt, die sich um unsere Heimatstadt verdient gemacht hat. Die Auswahl erfolgt dabei unter einer Vielzahl von Kriterien, so zum Beispiel dass der zu Ehrende etwas Besonderes für Kaarst oder die hier lebenden Menschen getan hat.

Im Jahr 2017 feiert die Gesellschaft Carolus zudem 40. Geburtstag. Daher findet die Verleihung des Ehrenbechers nicht wie gewohnt im Herbst, sondern gemeinsam mit der Feier zum „Runden“ bereits im Sommer statt.

Dem Vorstand der Gesellschaft Carolus ist es daher eine besondere Freude, die Verleihung des 34. Ehrenbechers an Herrn Thomas Röttcher bekanntzugeben.

Herrn Röttcher wird neben seiner erfolgreichen unternehmerischen Tätigkeit auch und insbesondere für sein soziales, kulturelles und gemeinschaftliches Engagement ausgezeichnet:

Als erstes Unternehmen wurde REWE Röttcher das Signet „Kaarst barrierefrei“ verliehen, der Markt zudem als Generationengerecht ausgezeichnet. Dies spiegelt sich auch beim Blick auf seine rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider, bei denen Jung und Alt gemeinsam anpacken. Kooperationen mit regionalen Betrieben, die Vermarktung der Produkte aus der Manufaktur des Vereins „Prima arbeiten und Leben – PAUL e.V.“ und viele kleinere sowie größere Hilfestellungen für Schulen, Initiativen und Vereine:

Thomas Röttcher ist stets ansprechbar und gibt dem Unternehmen, inmitten einer sonst eher unpersönlichen Branche, ein Gesicht. Neben der „Pfandspendenaktion“ zu Gunsten des Kunstcafé EinBlick, bei der sich mittlerweile eine stolze fünfstellige Summe zur Förderung dieser besonderen Einrichtung angesammelt hat, ist er ein wesentlicher Unterstützer des Martinsvereins und der Flüchtlingshilfe.

Mit der Verleihung des

34. CAROLUS Ehrenbechers der Stadt Kaarst

soll Herrn Röttcher und den Personen hinter REWE Familie Röttcher OHG für diesen Einsatz und das damit einhergehende gute Beispiel für das, was Unternehmer in der heutigen Zeit auch durch vermeintlich kleine Dinge bewegen können, ausdrücklich die Freude und Anerkennung der Carolinger ausgesprochen werden.

Empfänger des Ehrenbechers seit 1984

2017: Thomas Röttcher

2016

Detlef Boje

2015

Franc Braun

2014

Franz-Josef Kallen

2013

Bürgermeister Franz-Josef Moormann

2012

Weihbischof Dr. Heiner Koch

2011

Hans Sturm

2010

Franjo Rademacher

2009

Theo Thissen

2008

Hans-Peter Grabowski

2007

Heijo Drießen

2006

Claus Schiffer

2005

Hermann Josef Maassen

2004

Dr. Christian Will

2003

Stefan Hügen für Kaarst Total

2002

Hubert Mieruch

2001

Rod Mason †

2000

Heinrich Leßmann

1999

Reinhard Wimmers

1998

Andreas Krüll

1997

Walter Kaulen

1996

Dieter Tischer für die Crash Eagles Kaarst

1995

Prof. Erich Schneider Wesseling

1994

Johannes Fröhlings

1993

Ferdinand Baumeister †

1992

Dieter Schmidt

1991

Werner Pötschke †

1990

Peter Kirchhartz

1989

Dechant Franz Lurz

1988

Heinz Klever †

1987

Hans Peter Keller †

1986

Heinz Walter Gerresheim

1985

Heinz Hess †

1984

Monsig. Pastor Andreas Pfeiffer †

Ehrenbecher 2017 für Thomas Röttcher

Die Laudatio zur Verleihung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Carolinger, liebe Gäste!

Anlässlich der Vorbereitung einer Laudatio wird interviewt und natürlich auch viel recherchiert. Dazu zählt das wälzen von Horoskopen, Chroniken und anderen Nachschlagewerken. Es ist schon sehr interessant, welche Dinge man bei diesen Recherchen erfährt – und noch interessanter wird es dann, wenn man diese in Bezug zu einer bestimmten Person setzt.
In diesem Zusammenhang: Außerordentlich viele bekannte Personen eines Berufszweiges haben bzw. hatten heute Geburtstag. Franz Fischer, Nicola Spinelli, Herbert Kegel, Alejandro Planchart, Peter Schreier, David Geringas, Felix Carrasco und John Barbirolli. Spätestens mit dem Namen „Enoch zu Guttenberg“ wird es klingeln. Merken Sie sich das, denn wir kommen noch darauf zurück.
Heute beschäftigen wir uns näher mit einer Person, die in einer Reihe steht mit
• Roman Abramowitsch – dem Oligarchen und Fußballclub-Besitzer,
• Max Giermann – dem Unterhalter und Comedian,
• Christoph Daum – dem Motivator und Fußball-Trainer,
• und Wayne Rooney – nicht zuletzt wegen seinem Ehrgeiz eine der britischen Fussball-Ikonen.
Wie die vorgenannten Persönlichkeiten, wurde Thomas Röttcher am 24. Oktober geboren. Und zwar heute genau vor 17.445 Tagen, einem Freitag im Wuppertal des Jahres 1969. Spätestens hier unterscheiden sich die Lebensläufe dann doch.

Ohne eine Chance auf Intervention, wurde der kleine Thomas mit gerade einmal 3 Jahren aus dem Tal an den schönen Rhein „verschleppt“. Und die erste Karriere ist gar nicht so unterschiedlich von der der meisten: Es schloss sich eine ganz normale Schullaufbahn an, die mit der Mittleren Reife abgeschlossen wurde. Abitur? Schön und gut, aber wirklich notwendig? Oder, wie es unser zu Ehrender ausdrücken würde: „Abitur brauchte ich nicht, da ich nie was höheres angestrebt habe“.
So verhielt es sich auch mit seinem Berufswunsch… Weiß es jemand? Koch. Sie hören richtig: Thomas Röttcher wollte Koch werden.
Und weil sich ein Koch natürlich auch mit Lebensmitteln auskennen muss, hat der junge Thomas Röttcher in den Ferien stets bei einem kleinen Spar-Markt ausgeholfen. Bevor es aber ans Eingemachte ging stand die Aushilfen-Arbeit auf dem Programm: Obstaufbau, Müll rausbringen und Gemüse nachfüllen.

Manchmal wundert man sich ja schon, welche Zufälle und Anekdoten das Leben schreibt: Am gleichen Tag wie unser Thomas Röttcher wurde eine Dame geboren, die ihren Durchbruch als Schriftstellerin mit dem Roman „Zartes Gemüse, scharf gewürzt“ feierte. Hat das Geburtsdatum da schon den Bezug zu den Lebensmitteln vorherbestimmt?

Viele Bewerbungen für die Ausbildung auf den Traumjob wurden daraufhin versendet – es gab viele Absagen und noch viel häufiger überhaupt keine Rückmeldung. Aber Thomas war auch schon damals ein ideenreicher Mensch – und so fragte er die Chefin „seines“ Spar-Markts, ob sie ihm weiterhelfen könne. Da sie ja Lebensmittel verkauft, musste sie ja viele Köche kennen. Dass der gemeine Koch nicht im Einzelhandel einkauft – sei es drum. Sie wolle sich umhören, versicherte seine Chefin. Zugleich gab sie aber ein wertvolles Versprechen: „Wenn du nix findest, dann kriegst du von mir einen Vertrag.“

Lassen Sie mich die nachfolgende Zeit einfach kurz überspringen – wir landen wieder in besagtem Spar-Markt, wo Thomas Röttcher seine Ausbildung, verkürzt, absolvierte. Und wie es so oft ist: Schon bald tat sich ein neues Berufsziel auf: Marktleiter bei Famka. Aber nicht bei irgendeinem Markt. Nein – es musste DER Famka sein. In Norf. Der mit den 3.600 Quadratmetern Verkaufsfläche. „Einfach riesig“ war dieser. Der Chef des Hauses regelte die Geschäfte im Anzug. Unerreichbar, so schien es. Oder, wie es unser zu Ehrender sagte: „Für mich war es schlicht weg nicht vorstellbar, sowas zu erreichen“.

Auf den gepflegten Alltag des Einzelhandelskaufmanns folgte dann die Bundeswehrzeit. Aufgrund erfolgreich bestandener Eignungsprüfung bei der Musterung standen quasi alle Einsatzfelder offen. Doch es kam, wie es eben kommen musste und es folgte eine Verwendung als… Na, haben Sie eine Idee?
a) Koch
b) Ordonnanz
c) Fernmelder
d) Wachsoldat


Richtig. Es erfolgte eine Verwendung im Wachbatallion an der Hardthöhe – den adretten Herren, die unter anderem bei Staatsbesuchen mit Trommelwirbel auf- und abmarschieren dürfen. Dem schloss sich eine Verwendung als Stabssoldat in der Tätigkeit als Kommandeursfahrer beim Reservisten-Ausbildungsbatallion der Jäger an. Zwar musste man die Schuhe vom Chef putzen, dafür durfte Thomas aber als einer der ersten überhaupt den damals neuen Mercedes-Geländewagen fahren.

Nach dem Wehrdienst führte ihn der Weg dann zur Firma Famka: Stationen als Verkäufer, Bereichsleiter, Warenbereichsleiter und stellvertretendem Marktleiter folgte dann um die Jahrtausendwende die Berufung zum Marktleiter. Doch von nichts kommt nichts: Seine gesamte berufliche Laufbahn wurde begleitet von Weiterbildungen, Seminaren und Coachings. Man kann auch sagen: Thomas Röttcher hat viel Zeit investiert um sich weiterzuentwickeln, um beim vorwärtskommen Zeit zu sparen. Er hat quasi doch studiert: Den Lebensmitteleinzelhandel!

Hier empfiehlt sich auch ein Blick in sein Horoskop: Zu den Stärken des Sternzeichen Skorpion zählen Fleiß, Zielstrebigkeit und Willensstärke. Wie sehr dies passt, zeigt der weitere Weg.
Nachdem er mehrere Filialen als Marktleiter geführt hatte, war es dann eines Tages soweit: Er wurde Marktleiter in DEM Famka. Ziel erreicht, Punkt aus – könnte man meinen.
Doch das Gefühl war dann doch eher „ganz normal“ und nicht soooo besonders, wie lange Zeit angenommen.
In der Konsequenz wurden die Ziele dann immer mittel- bis langfristiger. So war denn dann auch als „Hausherr“ in der Wunschfiliale nicht Schluss – als Bezirksleiter betreute er bald darauf bis zu 20 Filialen.

In diese Zeit fiel auch der Umbau des Supermarktes an der Gustav-Heinemann-Straße, den Thomas Röttcher aus Vertriebssicht verantwortete: Aus Intermarche wurde Eurospar, aus Eurospar wurde Edeka. Im Jahr 2003 war Spar insolvent und wurde von Edeka übernommen. Thomas Röttcher war nun für den Abverkauf seiner einstigen Filialen verantwortlich – und musste sich dadurch quasi selbst arbeitslos machen. Da er seine Filialen jedoch aus dem „FF“ kannte, konnte er den interessierten Investoren auch ohne Unterlagen Rede und Antwort stehen. Dass er mit absoluter Professionalität die Filialen bis zum Schluss abwickelt und seinen eigenen Arbeitsplatz „unter’m Arsch“ wegverkauft hat, imponierte dem Investor dermaßen, dass dieser ihm anbot, die Geschäftsführung der vier übernommenen Filialen zu übernehmen. 2006 teilte der Juniorchef jedoch mit, die Firma nicht übernehmen zu wollen. Als Reaktion hierauf verkaufte der Inhaber das Unternehmen, woraufhin Thomas Röttcher zur Metro wechselte. Dort war er als „Verkaufsleiter Existenzgründungen“ tätig.

2008 erfolgte dann der Wechsel zur REWE, die damals die EXTRA-Märkte kaufte. In der Zentrale der „Roten“ war er für Übernahme-Projekte zuständig und begleitete die Transformation als Projektteammittarbeiter. Eines Tages ergab sich dann, eher durch Zufall, eine Chance, die sich später als Glückstreffer herausstellen sollte. Rudimentärste Informationen, Unklarheit, was wie geschehen soll. Zwei Wochen lang grübelte Thomas Röttcher, was er denn machen soll. In diese Zeit fiel auch der Besuch eines Seminars bei Klaus Kobjoll.
Aufgrund der Anreise am Samstag blieb bis zum Seminarbeginn am Sonntag morgen für die Teilnehmer einiger Freiraum, der auch überaus gesellig genutzt wurde. Als man daraufhin am nächsten Tag im Seminar saß, kam DIE Idee. Und aus DER Idee wurde ein Konzept. Und das Konzept erstreckte sich über sieben DIN A4 Seiten – mitten im Seminar.In der Konsequenz wurden die Mieteinnahmen der „Bäcker im Shop“ in den REWE-Häusern untersucht – und in Hürth ein Versuch gestartet: Die Kernkompetenz der Bäcker sollte herausgestellt werden und Brot sowie Kaffee in den Vordergrund rücken. Frischer Kaffee, keiner aus irgendwelchen Magnum-Warmhalteflaschen. In diesem Zusammenhang wurde die Miete an die Umsätze der Bäcker angepasst. Die Konsequenz: Hohe Mehrumsätze der Bäcker bei REWE, da der bisherige Mietdruck zumindest teilweise entfiel. Das „Backjournal“ adelte diese Maßnahme mit einer Titelseite.

Und Thomas? Musste nun die „Backshopmanager“ ausbilden und implementieren. Eine win-win-Situation, durch die er letztlich in der REWE-Hauptzentrale landete, da ihn Lionel Souque kennenlernen wollte und zum Projektmitarbeiter „Selbständig mit REWE“ machte.
Ein wesentliches Ziel dieses neuen Projekts war es, die bisherigen Konzepte – die zumeist vom „grünen Tisch“ stammten – durch die Einbindung der selbständigen Kaufleute in der REWE-Genossenschaft zu verbessern, so dass in der Konsequenz in jeder Region ein Kaufmann in den Projekten vertreten war, um auch die Märkte vor Ort mitzunehmen. „Selbständig sein mit REWE“ bedeutete aber auch Einsicht in die Reports und Standortplanungen – immerhin war bereits seit 2001 ein zusätzlicher Markt in Kaarst Thema und seit dem Jahr 2007 auch für REWE von Interesse. So wurde Thomas Röttcher auf den Standort Kaarst aufmerksam und trat seinem Chef gegenüber und teilte diesem mit, sich selbständig machen zu wollen.

Dieses Vorhaben wurde begrüßt und ein intensives Bewerbungsverfahren schloss sich an. Und natürlich auch eine Einarbeitungs- bzw. Lernphase: 1 Jahr lang abgucken in den Läden von selbständigen Kaufleuten. Zwar hatte Thomas Röttcher lange auf der Fläche (viel Berufserfahrung) gedient, aber eben nicht bei REWE.
Sein Herz schlägt für den Markt – ganz nach dem Motto „Wie den Kunden noch zufriedener stellen?“ Vor diesem Hintergrund entstand auch das „persönliche“ Konzept für seinen Markt: Mit zwei ausgedruckten Exemplaren des fertigen (vorgegebenen) Ladenplans saß er mit seinem Sohn abends am Küchentisch und plante die Veränderungen. Von vielen Seiten Änderungsvorstellungen kam knapp die Hälfte in die engere Auswahl, umgesetzt werden konnte davon ebenfalls nur rund die Hälfte. Bereits in der ersten Präsentation im Bewerbungsverfahren wurde die Zielsetzung der frühzeitigen Zertifizierung „Generationen-gerecht“ vorgestellt.
Nach dem Baubeginn 2010 folgte dann 2011 die Eröffnung.
In den ersten zwei Jahren arbeitete Thomas Röttcher 7 Tage die Woche. Wie viel Paprika mussten für den nächsten Tag bestellt werden? Zwei REWE-interne Mitarbeiter standen ihm zur Seite, ansonsten alles neue Mitarbeiter, die eingearbeitet werden wollten. Freie Zeit? Ein sehr wertvolles Gut. Dennoch lieferte der Laden bessere Zahlen als geplant, so dass bereits im zweiten Jahr die für das fünfte Jahr angestrebten Kundenzahlen erreicht wurden. Dies erforderte viele organisatorische Dinge, zumal mit baulichen Mängeln gekämpft werden musste und auch manches Mal ein unsauber angebrachtes Plakat desnachts den Bewegungsmelder mitsamt Alarmverfolgung auslöste.

Im dritten Jahr gönnte sich der Chef eine Woche Urlaub – seitdem ist auch für ihn der Sonntag Ruhetag. Darüber hinaus mittlerweile ein zusätzlicher Tag die Woche frei – ansonsten ist der Chef aber bis zum Ladenschluss im Markt. Einige Mitarbeiter sind bereits von Anfang an dabei, denn Thomas Röttcher legt großen Wert auf langfristige Zusammenarbeit.

„Da steht REWE Familie Röttcher auch deswegen, weil wir hier wie eine Familie sind“, sagt Thomas – denn die Jungen helfen den Alten mit der Kraft, umgekehrt wird Wissen vermittelt.

Dies gilt auch für seinen Sohn, der ebenfalls von Anfang an dabei ist – und sich mittlerweile im letzten Jahr seiner Ausbildung befindet. Selbständiger Kaufmann ist das Ziel. Für das Führungskräfte-Nachwuchsprogramm der REWE und den Handelsfachwirt ist er schon eingeschrieben.
Röttcher könnte sich auch vorstellen noch einen größeren Laden zu machen – aber nicht zu groß: Das „familiäre“ muss bleiben, deswegen lieber 2.500 m² mit wirklichem Bedarf in der Mitte, als ein Riese auf der grünen Wiese. Als erstem Unternehmen in Kaarst wurde seinem REWE Markt das Signet „Kaarst barrierefrei“ verliehen und der Markt als Generationengerecht ausgezeichnet. Kooperationen mit regionalen Betrieben, die Vermarktung der Produkte aus der Manufaktur des Vereins „Prima arbeiten und Leben – PAUL e.V.“ als Partner der ersten Stunde, die „Pfandspendenaktion“ zu Gunsten des Kunstcafé EinBlick… REWE Familie Röttcher entwickelt sich kontinuierlich weiter und hat sich in kurzer Zeit voll und ganz in der Stadt Kaarst etabliert. Auch wenn Du, lieber Thomas, noch damit haderst, auch privat hier nach Kaarst zu ziehen.

In seiner knappen Freizeit fährt Thomas Röttcher gerne in Urlaub – an die unterschiedlichsten Plätz. Langstrecke ist hierbei angesagt. Er mag Musicals und war zuletzt in „Tarzan“. Wer den ganzen Tag mit Lebensmitteln in allen Formen konfrontiert wird, der mag es auch gerne mal sehr bodenständig: Spaghetti, das ist sein Leibgericht. In allen Varianten. Auch wenn es mit der Ausbildung nicht geklappt hat – seine Kochkünste „müssen sich nicht verstecken“. Wenn er denn die Zeit dazu findet zu kochen.

Fragt man ihn nach seinen Lieblingsgeschichten aus dem Alltag, dann kriegt Thomas Röttcher leuchtende Augen und ein breites Grinsen legt sich auf sein Gesicht. „Dinge aus dem Supermarkt-Alltag, was niemand glaubt“ – Geschichten, über die er ein Buch schreiben könnte. Unter anderem:


Der Staubsauger
Eine Dame kaufte einen Staubsauger. Erbost brachte sie diesen am nächsten Tag retour und verlangte ihr Geld zurück, da der Staubsauger defekt sei: Beim Staubsaugen sei eine Sicherung rausgeflogen. Ordnungsgemäß wurde der Dame der Betrag zurückgezahlt und der Staubsauger reklamiert. Wenige Tage später stand besagte Dame erneut im Laden. Ihr neuer Staubsauger sei auch defekt gewesen, da die Sicherung wieder rausgeflogen sei. Der Elektriker habe dann einen Defekt an der Steckdose festgestellt – und jetzt wollte sie ihren „schöneren Staubsauger von REWE“ dann doch gerne wiederhaben.

Erinnern wir uns an den Anfang…

Roman Abramowitsch, Max Giermann, Christoph Daum und Wayne Rooney. Der Unternehmer muss unterhalten, motivieren und muss treffen – auch wenn der Weg dahin manchmal schmerzhaft ist. Welche Position auf dem Fussballplatz würde Thomas Röttcher – der mit Fussball nach eigener Aussage übrigens „wenig am Hut hat“ – also einnehmen? Klassischer Libero oder Torjäger? Wenn man mich fragt: Libero.
Das Spielfeld vor einem, Gegner und Mitspieler fest im Blick. Die ordnende Hand, aber auch dazwischengehend, wenn es brenzlig wird. Der, der die Marschrichtung vorgibt. Derjenige, der die Solisten auf Kurs bringt und die Diven einfängt.
Der Dirigent – auf und HEUTE neben dem Platz.

Herzlich Willkommen in der Gesellschaft Carolus und unsere Gratulation zum Erhalt des 34. CAROLUS-Ehrenbechers, lieber Thomas Röttcher!

CAROLUS Starkbier-Anstich

Wir schreiben das Jahr 1983: Der damalige Vorsitzende der Gesellschaft Carolus, Hans-Peter Grabowski, war beruflich in südlichen Gefilden der Republik unterwegs. Dort begegnete ihm “CAROLUS der Starke” – ein Starkbier der Binding Brauerei. Die Erkenntnis setzte sofort ein: “Dat is et”, wie wir hier zu sagen pflegen.

Nun hatten wir den Aufhänger – und brauchten nur noch die Ausgestaltung. Und was ist schöner, als jemandem Dankeschön zu sagen? Sich zu bedanken bei allen denen, die uns Gutes getan haben und es immer noch tun; Uns zu bedanken bei all denen, die für die Stadt geforscht oder durch besondere Leistungen geglänzt haben.

Daraus entstand die Idee des Ehrenbechers – dem passenden Behältnis zum CAROLUS Starkbier. Somit wollen wir mit der Verleihung des Ehrenbechers einer Persönlichkeit Danke sagen, die sich um die Stadt Kaarst verdient gemacht hat. Und zeitgleich ein feines, süffiges und individuelles Getränk mit unserem Namen präsentieren zu können.